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UmweltSenioren Hannover e.V.

Umweltschutz soll verstanden werden!

 

Datum:     09.05.2012

Author:     Christian Neumann    

Zeitung:    Vortrag anlässlich der "SeniorA Messe" (08./09.05.2012) in Hannover 

Titel:     Initiative für Umweltbildung       

 Text:

In Hannover gibt es eine "Initiative für Umweltbildung".
Sie entstand 2004, als wir als fortgebildete "Senior Trainer" vom Freiwilligenzentrum in Hannover damit beauftragt wurden, etwas zum Thema UMWELT auf die Beine zu stellen. Die Vokabel "Umwelt" war auch zu der Zeit in aller Munde, doch erschöpfte sie sich nach unserem Empfinden vornehmlich darin, sich mit den Themen Sauberkeit im öffentlichen Raum, Naturschutz, Atomkraft PRO+CONTRA usw. zu beschäftigen. Natürlich musste auch 2004 alles sehr schnell gehen, und so akzeptierten wir den uns verpassten Namen: "UmweltSenioren", obwohl wir von Anfang an wussten, dass dieser Name nicht recht zutreffend war. Zu Senioren waren wir geworden, weil wir unsere Lebenserfahrung aus Beruf und Privat ehrenamtlich in die Gemeinschaft einbringen wollten. Dafür hatte man uns fortgebildet und mit der Auszeichnung "Umwelt-Senior" belohnt. Doch wir fühlten uns keineswegs als "die Alten". Wir interessierten in enger Kooperation mit dem Agenda-21-Büro die Vokabel UMWELT für uns neu und beschlossen, uns für alles zu interessieren, was UMWELT eigentlich ist. Das ist alles, was uns umgibt, in dem wir unseren Alltag verbringen, wo und wie, wovon und womit wir leben - ganz egal, welches Thema sich daraus ergeben kann. Wir wollen von den Verantwortlichen überzeugende Argumente hören, ob es sich nun um gebackenes Brot, die "grüne-Welle", den Feinstaub, die grüne Natur, um Erdwärme oder Erdölgewinnung in der Südheide handelt.
Als wir 2005 unseren Verein "UmweltSenioren Hannover e.V." gründeten, hatten wir den Begriff Bildung auf dem Schirm. Wir betrachteten uns aber nicht dafür zuständig, bloße Unterhaltung zu bieten. Wir wollten Fragen stellen und Antworten bekommen, auch wenn diese nicht immer befriedigend sein konnten, weil wir wussten, dass jeder der von uns Befragten in seinem eigenen Verantwortungsbereich ganz bestimmten Kriterien unterworfen war. Ob diese nun vom Betrieb, der Technik oder der Politik vorgegeben werden, daran können wir auch heute nichts ändern. Und so war und ist es uns immer ein Anliegen, Gelegenheiten zu schaffen, damit wir und unsere Gäste sich mit der Umwelt und dem Alltag auseinandersetzen konnten und können....
Ebenso, wie Bildung auch "Weiter"bildung beinhaltet, werden von uns permanent aktuelle Fragen zur Entsorgung, zur Energie und anderen Themen in den Fokus unserer möglichen Themenauswahl gestellt. Wir möchten auf dem Laufenden sein und haben feststellen dürfen, dass wir bei unseren Geschäftspartnern mit unseren Vorstellungen von unabhängiger Kommunikation auf offene Ohren treffen - auch dann, wenn unsere Neugier nicht selten auf offene Wunden trifft.
2006 luden wir in enger Zusammenarbeit mit der HAZ, die seinerzeit freundlicherweise kompetent die Moderation übernahm,, z.B. die Kandidaten der aktuellen Oberbürgermeisterwahl zu einer Podiumsdiskussion ein zum Thema "Wie werden Sie mit der Umwelt in Hannover in Zukunft umgehen?" Fast 200 Zuhörer folgten diesem nicht alltäglichen Gedankenaustausch.
Wir sind seit fast sieben Jahren aktiv und haben p.a. ca. 12 Veranstaltungen realisiert, also etwa 80 Gespräche möglich gemacht - Erdölfelder in Wietze, Metallrecycling am Nordhafen, Rübensamenzucht in Einbeck, FAGUS-Werke oder Papierherstellung in Alfeld, Schacht Konrad und das AKW Grohnde mit dem nie erkaltedem Fragebogen zum Endlager und-und-und - das alles hat uns ebenso interessiert wie die Herstellung von Fleischerei- und Backwaren, Entwicklung und Produktion von hochwertigen Kopfhörern bei Sennheiser oder bei Benecke-Kaliko das Entstehen von Autofeder-Systemen, bei Leunisman in Hannover die Herstellung von verbraucherfreundlichen Verpackungen für den Nonfood und Food-Bereich. Keines unserer Themen ist einmalig. Wir wollen uns immer wieder auf den neuesten Wissensstand bringen. So betrachten wir unser Engagement bei den UmweltSenioren in Hannover.
Übrigens: Unsere Themen werden von einer Projektgruppe ausgesucht, gemeinsam besprochen und nach Beschluss vom Ideengeber von Anfang bis Ende in die Tat umgesetzt. Und hier heißt es dann wirklich: Wer den Mund aufmacht, muss etwas tun! Ehrenamtlich.